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Andere über mich

Musiker und Manager

Martin wirkt und lebt seit vielen Jahren in der Uckermark. Er ist leidenschaftlicher Musiker und spielt auf seinem Flügel mal ruhige Töne und öfter auch Harmoniefolgen, die für unerfahrene Ohren nicht immer leichte Kost sind. Sein Herz schlägt im Rhythmus des Latin Jazz, was er mit zahlreichen Projekten mit internationaler Besetzung auf der Bühne zeigt.

Martin hatte über zehn Jahre das jährlich stattfindende „Jazzfest Uckermark“ organisiert, geplant und durchgeführt. So bereicherte er das Kulturangebot in der ländlichen Region mit vielen Konzertreihen an wundervollen Orten.

aktuelle Musikprojekte: www.reallatinos.de www.afroberlinhighorchestra.de

Begegnung

Zu dieser Zeit nahm ich Kontakt mit Martin auf und wir verabredeten uns für eine erste Jamsession in seinem kleinen Bauernhaus. Ich staunte, als ich sah wie sein Klavierflügel sein Wohnzimmer dominierte. Es entstand bei mir fast der Eindruck, als ob er in seinem Klavier lebte.

Projekte, Freilandlabor

Das Heilehaus in Hardenbeck entwickelte sich über die folgenden Jahre als Ort der Begegnung und des kreativen Miteinander. Es finden manchmal kleine Haus-, und Hofkonzerte statt. Auch Schwitzhütten werden von Martin auf dem Hof betrieben. Im Rahmen eines Philosophischen Zirkels treffen sich Menschen und teilen gemeinsam ihre Perspektive auf die Welt.

Gemeinschaft

Besucher:innen eröffnet Martin gerne einen Einblick in seinen Lebensstil und lässt sie gerne an seinen aktuellen Projekten teilhaben. Ob es beim Bauen ist, bei der Kräuterkunde, Musik oder den Eingenarten des Landlebens, Martin sorgt für einen interessanten Dialog. Ich nehme ihn als Zeitgenossen wahr, der in Harmonie mit sich und seiner Umwelt lebt. Fast kein Tag vergeht bei ihm ohne seine Yoga-Routinen und ein Bad in dem nahegelegenen Haussee.

Mobilität

Martin ist ausschließlich mit seinem Fahrrad unterwegs, auch wenn er eben mal schnell vier Dachlatten (à  3,50m) aus dem benachbarten Sägewerk besorgen muss oder bei minus fünfzehn Grad einen Freund in 30 km Entfernung besucht.

Entwicklung

Seit vier Jahren wird nun der grüne Hof von seiner Tochter Rosa mit beseelt, es macht Spaß die Beiden zu erleben. Der Heilehausgarten wird nach den Ansätzen der Permakultur gepflegt. Martin vertiefte kontinuierlich sein Wissen in der Kräuterkunde und entwickelte so seinen kleinen Hofladen, in dem es ein Sortiment von Teemischungen im Angebot gibt.

Für Menschen, die nicht nur das Große im Sinn haben sondern auch einen Blick für Details haben, bietet dieser Ort eine reichhaltige Erlebniswelt, etwa so wie ein Abenteuerspielplatz für Erwachsene. Klar, dass Rosa sich hier sehr wohl fühlt und eine naturnahe Zeit mit ihrem liebevollen Vater erleben darf.

Intuitives Bauen

Es vergeht kaum einer meiner Besuche auf dem Heilehof, an dem ich nicht an neuen Baumaterialien vorbeikomme. Oft sind es geschenkte Tonziegel, Holzfenster, Hanfwolle und Lehm, die darauf warten in paradiesischen Konstruktionen in gemeinschaftlichen Projekten verbaut zu werden. So entstand auch in jüngster Zeit ein Gewächshaus aus wiederverwendeten Materialien, Martins Bauweise ist somit auch nachhaltig. Er nennt es „Intuitives Bauen“, dabei entstehen Ideen, Lösungen und fantasievolle Konstruktionen während des gemeinsamen Miteinanders der Beteiligten. Eine prima Gelegenheit, Menschen bei solchen Workshops intensiver kennen zu lernen.

Martin zeigt Wege auf, wie sich auch Zugezogene in die Eigenarten des Dorflebens integrieren können. Mit seiner offenen Art & Weise findet er auch als „bunter Vogel“ in dem Land der Weiss- und Schwarzstörche seinen Platz.

Text: Gerhard Peilstöcker